Aktuell gibt es drei verschiedene Arten der Gluten-Unverträglichkeit. Das sind die Glutensensitivität, Zöliakie und Weizenallergie. Glutensensitivität ist eine Funktionsstörung, die nicht allergisch bedingt ist. Auftreten kann diese Störung in jedem Alter. Sie tritt akut auf mit Symptomen, die der Zöliakie ähnlich sind. Die Glutensensitivität muss nicht zwangsläufig von Dauer sein, sondern kann, wenn der Betroffene auf glutenfreie Lebensmittel übergeht, innerhalb von etwa zwei Jahren verschwinden.

Blähungen

Bei der Glutensensitivität ist hauptsächlich der Magen-Darm-Trakt betroffen. Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Durchfall sind die Symptome, die hauptsächlich auftreten. Auch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ein Kribbeln an den Gliedern sowie Ekzeme sind weitere Anzeichen, welche für eine Glutensensitivität sprechen. Die Symptome sind nicht einheitlich, sondern meist variabel, weshalb Mediziner oft zur Diagnose Reizdarm kommen.

Umstellung

Die Umstellung auf glutenfreie Lebensmittel schafft Abhilfe. Die glutenfreie Ernährung sollte mindestens zwei Jahre dauern, auf jeden Fall so lange, bis die Symptome verschwunden sind.

Zöliakie

Eine dauerhafte Gluten-Unverträglichkeit ist die Erkrankung an Zöliakie. Bei dieser Krankheit entzündet sich der Dünndarm. Die Dünndarmzotten bilden sich zurück und die Darmschleimhaut ist unfähig, Nährstoffe aufzunehmen und an die anderen Körperorgane weiterzugeben. Mangelerscheinungen sind die Folge, die bis zur Unterernährung führen. Auftreten kann die Erkrankung als typische, atypische und silente Zöliakie. Diese drei Arten führen zu einer Schädigung der Darmschleimhaut. Bei der latenten und potenziellen Zöliakie ist bei der Darmschleimhaut der Befund unauffällig.

Kinder

Zöliakie kommt oft bereits im Kindesalter vor, wenn das Kind abgestillt ist und glutenhaltige Kost zu sich nimmt. Bemerken die Ärzte die Erkrankung nicht, sind Störungen der Entwicklung und des Wachstums nicht ausgeschlossen. Auch Erwachsene können Zöliakie bekommen; die Erkrankung ist nicht auf eine Altersgruppe fixiert. Im Blut können entsprechende Antikörper nachgewiesen werden, Gewissheit bringt jedoch eine Gewebeentnahme des Dünndarms. Die Symptome klingen in der Regel ab, wenn die Betroffenen auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Eine große Anzahl der Patienten ist nach der Umstellung der Ernährung beschwerdefrei. Auch die Darmschleimhaut profitiert von der glutenfreien Kost und regeneriert sich.

Weizenallergie

Bei Glutenunsensitivität und Zöliakie sind Gluten, besser gesagt der Glutenbestandteil Lektin die Ursache für die Erkrankung. Dagegen sind es bei der Weizenallergie die Proteine, die im Weizen enthalten sind. Über die Nahrung nehmen die Menschen die Proteine auf, welche Auslöser der Weizenallergie sind. Die Weizenallergie tritt vermehrt bei Kindern auf. Bei Kindern sind Milch, Eier, Weizen und Nüsse am häufigsten die Auslöser für diese Allergie. Erwachsene bekommen seltener eine Weizenallergie. Grund ist, die Allergie klingt während der Pubertät ab. Die Weizenallergie zeigt sich hauptsächlich auf der Haut und in den Atemwegen.

Glutensensitivität: Was ist das?