Die verschiedenen Symptome, die für Betroffene oftmals mit großem Unbehagen und körperlichen Beschwerden verbunden sind, machen den Gang zum Hausarzt für betroffene Personen irgendwann unausweichlich. Aus diesem Grund wird eine Glutenunverträglichkeit in der Regel vom Hausarzt des Betroffenen mithilfe verschiedener Untersuchungsverfahren erkannt.

Diagnose der Glutenunverträglichkeit

Um eine Glutenunverträglichkeit zu diagnostizieren, fordert ein Arzt in der Regel zunächst eine Stuhlprobe des Betroffenen an und nimmt Blut ab, das im Labor näher untersucht wird. Vergleichbar mit einer Allergie können im Blut vieler Betroffener spezielle Antikörper gefunden werden, die auf eine Glutenunverträglichkeit hindeuten. Das Immunsystem des menschlichen Körpers quittiert die Aufnahme von Gluten mit der Bildung von besonderen Antikörpern, also Abwehrstoffen. Die Zirkulation entsprechender Antikörper kann im Rahmen einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Bei gesunden Personen können solche Abwehrstoffe hingegen nicht im Blut nachgewiesen werden.

Antikörper geben Aufschluss

Zu den typischen Antikörpern, die auf eine Glutenunverträglichkeit hindeuten, zählen die IgA-anti-Transglutaminase und Gliadin- und Endomysium-Antikörper. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann zudem ein möglicher Mineralstoff- und Vitaminmangel erkannt werden, der typisch für eine Glutenunverträglichkeit ist und auf lange Sicht zu körperlichen Schäden und weiteren Erkrankungen führen kann.

Darmspiegelung als Diagnosemöglichkeit

Eine weitere Möglichkeit, um eine Glutenunverträglichkeit diagnostizieren zu können, stellt eine Darmspiegelung dar. Anhand der Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm des Betroffenen kann eine Glutenunverträglichkeit sowohl bei kleinen Kindern als auch bei Erwachsenen eindeutig nachgewiesen werden. Hierzu ist jedoch eine Darmspiegelung notwendig, bei der ein Arzt eine entsprechende Gewebeprobe des Dünndarms entnimmt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Ernährungsumstellung erst nach der Entnahme der Probe stattfindet, da für den Arzt ansonsten die eindeutige Diagnosestellung erschwert sein kann.